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Tischtennis Oberliga Nord-West
VfL Westercelle vor Start in die Oberliga-Saison
Schwarz-Gelbe schreiben weiter Vereinsgeschichte
„Die vergangene Saison war eine der erfolgreichsten in unserer Vereinsgeschichte“ so Spartenleiter Wolfgang Graue. Vier Aufstiege, die Norddeutsche Mannschaftsmeisterschaft sowie der 6. Platz bei den Deutschen Mannschafts-meisterschaften der Jugend sind eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.
Mit der 1. Herren in der Oberliga spielt die Westerceller TT-Sparte so hoch wie nie zuvor. Als einer der "heißesten" Anwärter auf den Abstieg in die Landesliga gehandelt, überraschten die Schwarz-Gelben die Tischtenniswelt durch konstant gute Leistungen. In der Rückrunde verlor man lediglich gegen die Meistermannschaft aus Tostedt und konnte sich schlussendlich über einen überragenden zweiten Platz freuen.
Zwar wurde in der Relegation nur der dritte Platz erspielt, doch diverse Rückzüge in der Oberliga bescherten den Herzogstädtern die Chance in die Oberliga West aufzusteigen. Für die Westerceller stellte sich die Frage konnte und wollte man dieses Abenteuer eingehen?
Einerseits ist das Spielen in einer so hohen Klasse die Chance, die besten Jugendlichen dem eigenen Verein zu erhalten, andererseits sind die Aktiven gezwungen die sportliche Einstellung über den reinen Spaß zu stellen.
Der Vorstand der Sparte entschied sich dafür, seiner Linie treu zu bleiben und weiter auf die eigene Jugend und eine Perspektive für die Zukunft zu setzen, was leider dazu führte, dass einige Mitglieder dem Verein als aktive Spieler nicht mehr zur Verfügung stehen.
„Mit 5 Mannschaften auf Bezirkseben von der 2. Bezirksklasse bis zur Oberliga haben wir eine sehr gute Grundlage um unseren Jugendlichen auch langfristig im Herrenbereich eine Zukunft bieten zu können.“ kommentiert Sportwart Benjamin Bruns die Aufstellung der Westerceller Mannschaften. „Unser Konzept der kontinuierlichen Jugendarbeit und der Integration der Jugendlichen in den Herrenbereich scheint aufzugehen. In den ersten 4 Mannschaften von der Oberliga bis zur Bezirksliga treten 14 Spieler an, die in den letzten Jahren bereits in den Jugendmannschaften der Niedersachsenliga für uns aufgeschlagen haben.“ so Bruns weiter.
Obwohl der Aufstieg der ersten Riege erst kurz vor Wechselschluss feststand, und somit lange Zeit nicht klar war, ob und wie man sich verstärken muss, gelang es den Westercellern mit 3 Neuzugängen eine schlagkräftige Truppe für die neue Saison zusammen zu stellen.
Den Kern der neuen Mannschaft bilden die „alten“ Mitglieder der vergangenen Verbandsligasaison Christoph Bruns (20), Fabian Finkendey (15) und Mannschaftsführer Lukas Brinkop (21). Hinzugewonnen werden konnten André Kamischke (21) – vorige Saison fester Bestandteil des Regionalligameisters TuS Celle – , Alexander Demin (25), der letzte Saison beim Badenstedter SC in der Oberliga aufschlug, sowie Dr. André Stang (26), der vom Landesligameister Neurönnebecker SC mit einer überragenden Einzelbilanz im oberen Paarkreuz in die Herzogstadt wechselt und auch schon über Erfahrungen in der Regional- sowie der 2.Bundesliga verfügt.
Damit stellt der VfL Westercelle mit einem Durchschnittsalter von knapp 21 Jahren die jüngste Mannschaft der diesjährigen Oberliga. „Auch wenn wir das jüngste Team der Liga haben, heißt das nicht, dass wir nicht auch hier für Furore sorgen können“, so Mannschaftsführer Lukas Brinkop.
Untermauert wird diese Aussage durch die Qualifikation für die Bezirksendrangliste von gleich 3 Aktiven der 1. Herren. Dabei kam Kamischke letztenendes auf den 6.Platz, Brinkop spiel- und satzgleich mit dem 7. auf den 8.Rang und Bruns erspielte sich den 9.Platz. Man musste sich lediglich den Spielern des Zweitligisten TuS Celle und dem Meisterschaftsfavoriten der Oberliga, dem TSV Lunestedt geschlagen geben.
Dass es dieses Jahr besonders schwer werden wird die Klasse zu halten, ist man der Eingliederung der Ober- und Regionalligen in den Deutschen Tischtennisbund DTTB schuldig. Statt der normalerweise 2 direkten Absteiger steigen aufgrund der Dezimierung von 12 auf 10 Teams am Ende der Saison die Plätze 9-12 direkt ab und der 8. muss in die Relegation, die aufgrund der starken Verbandsligen in diesem Jahr sich als nicht weniger schwer einstufen lässt.
Auch dieses Jahr wird man von den Experten fast aller Mannschaften als direkter Absteiger getippt. Dass aber die Tipps nicht immer die Realität widerspiegeln müssen, konnte man schon in der vergangenen Saison beobachten.
Des Weiteren erscheint die Liga – abgesehen von 3-4 Spitzenmannschaften - sehr ausgeglichen und somit wird die Tagesform und die Trainingsbereitschaft entscheiden müssen und dabei ist von Platz 4 bis 9 fast alles möglich.
„Ich bin optimistisch, dass wir die Klasse halten können. Die Jungs sind alle heiß und trainieren konzentriert. Wenn weiter mit diesem Pensum und dieser Einsatzbereit-schaft in die Vorbereitung und die Spiele gegangen wird, ist vieles möglich. Vor allem die Stimmung in der Mannschaft durch die Altershomogenität sehe ich als unsere Stärke“, so Trainer Oliver Stamler.
Als weiteren Pluspunkt wird sicher der Heimvorteil sein. Einige Mannschaften sind immer wieder fasziniert von der Stimmung in der heimischen Nadelberghalle, und so hofft die junge Mannschaft wieder auf viel Unterstützung und Begeisterung der Fans.. Die Heimspiele finden in der Regel Samstags, 16 Uhr oder Sonntags, 15 Uhr statt. Der Eintritt bleibt auch in der Oberliga frei.
Für die erste Riege geht es bereits am 4.September auswärts gegen Mitaufsteiger Union Salzgitter los, bevor es dann drei Wochen später am Samstag den 25.September ab 15 Uhr im ersten Heimspiel gegen die Bundesligareserve des TTS Borsum eine Heimpremiere in der Nadelberghalle geben wird – Oberliga-TT
Lukas Brinkop
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